»Für immer – vielleicht«

»Für immer – vielleicht« zeigt Mädchen, die ihre Koffer packen, um von zu Hause wegzugehen. Sie finden auf dem Bahnhof einen geschlossenen Koffer, sind neugierig, haben Angst.
Eine macht den Koffer auf und heraus kommt ein Mädchen mit einem Gürtel mit Sprengstoff um den Bauch und einem Zünder in der Hand. Das Bild friert ein.

Zwei Mädchen erzählen davon, dass sie das Leben schön finden – und was sie daran schön finden. Sie beginnen zu singen.

Das Mädchen mit der Bombe legt den Zünder weg und den Gürtel ab.
Sie alle nehmen ihre Koffer und fahren eng zusammengedrängt als »blinde Passagiere« weiter (die Koffer sind die Wände des Waggons – ein Bild von Flüchtlingskindern).
Sie kommen an, steigen aus und finden sich auf einer wunderschönen Insel wieder.

Bis erst eine, dann die anderen Dinge entdecken, die gar nicht schön sind – Müll, gefährliche Insekten ….
Sie beschließen, zurückzufahren – denn »zu Hause ist es am schönsten«.

Bei der Erarbeitung des Stücks bildeten die Koffer die Ausgangspunkte für die Improvisationen. Im Experimentieren mit dem Requisit, sprachlichen Improvisationen zur Frage »Was ist schön im Leben?« und Textpassagen von »Ausreißern« aus Jugendbüchern und Biografien entwickelten sich Ideen und Bilder für Szenen.
Sie wurden durch einen Handlungsstrang verbunden zu der Fabel des Stücks.

Bilder aus den Medien von Flüchtlingen, die nur einen Koffer besitzen und eng zusammengekauert in Fahrzeugen versteckt transportiert werden, von der »Kofferbombe« auf dem Bahnhof, vom Abhauen und in einem Paradies ankommen sind in das Stück eingeflossen.