Kinder, die Theater spielen lernen

“Unsere Bretter bedeuten die Welt“

Gruppe
Die Theatergruppe an der Grundschule Schenkelsberg ist ein neues Projekt, was es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Die Theatergruppe setzt sich aus Schülern der 3. Jahrgangsstufe zusammen. Allein mit 6 Jungen gegenüber den 5 Mädchen herrscht ausnahmsweise ein Jungenüberschuss, was nicht üblich ist für Theatergruppen. Die Kinder, die sich freiwillig für das Angebot gemeldet haben, sind Kinder, die in den Klassen schon als auffällig bekannt sind oder als sehr schwach gelten.

Umsetzung des Projektes:
Bekanntgabe der Theatergruppe lief über eine Lehrerin der Jahrgangsstufe. Sie teilte die Anmeldung aus. Die Schule stellte einen Raum zur Verfügung, der leider mehrmals wechseln musste, da einzelne Lehrerinnen die Ordnung ihres Raumes als gefährdet sahen. Das erschwerte den Beginn der Gruppe, neben den zahlreichen Verhaltensauffälligkeiten einzelner Kinder in der Gruppe. Auch das Wissen um Theater und Theater spielen musste die Gruppe erst sich aneignen.
Die Gruppe fand regelmäßig ab Oktober jeden Donnerstag von 14:30 bis 16:00 Uhr statt. Die Konzentration der Kinder sich länger mit einer Sache zu beschäftigen bereitete einigen Probleme, andere verstanden die Anforderungen nur schwach und die Aufgaben musste oft wiederholt werden. Zum Teil wurden Übungen abgebrochen, da sie die Kinder unter- bzw. überforderten.
Die Story hatte die Vorgabe sich mit Koffern zu beschäftigen. Schwerpunkttechnisch kristallisierte sich zunächst die Arbeit am Medium Theater. An diesen Punkt schafft es die Gruppe, sich spielerisch über die reizvollen Requisiten mit den Regeln von Theater spielen anzufreunden. Die darstellerische Freude erleichterte ihnen den Zugang zu einer sehr einfachen kleinen Story, ohne den Anspruch ein perfektes Theater werden zu wollen. Dabei war die Theaterpädagogin immer hilfreich an die Seite gestellt und versuchte Konflikte aus den Weg zu räumen und half ihnen an schwierigen Stellen weiter.
Das Thema „Bildung“ findet in der Umsetzung der Theaterarbeit statt. Da sich die Kinder mit einen ihn fremden Medium befassen wird ihnen etwas zu Teil, was andere nicht erleben werden. Bei der Vorgabe „Koffer“ kam ihnen schnell Urlaub in den Sinn. Die Heimkehr aus den Urlaub und seine vielen Tücken. Kinder stellen einen Teil ihres verstandenen Lebens auf die Bühne, ohne dabei übertrieben zu wirken.
Nachdem die Gruppe eine für sich schlüssige Geschichte zum spielen gefunden hatte, merkte man die Einsatzfreude und den Willen ihr Stück umzusetzen.

Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes
Spiel- und Einsatzfreude der Kinder für ihre Geschichte kommt hier besonders gut zu tragen. Beachtenswert ist die Gruppenkonstellation, die sich zu Beginn als sehr schwierig erachtete und zum Ende sich zusammen tat, um ihr gemeinsames kleines Stück zu erarbeiten.

Kooperation/Netzwerkarbeit
Ohne die Kooperation mit dem Kinder- und Jugendnetzwerk und der Grundschule Schenkelsberg, wäre diese Form des Theaterprojektes nicht zustande gekommen. Weiter Projekte für die kulturelle und ästhetische, ganzheitliche Bildung von Kindern, auch mit Migrationshintergrund in Kassel, sind durchaus weiter und kontinuierlicher durchzuführen.